Keine Satellitenschüssel ist mehr nötig um aus dem Ausland auch auf deutsche Fernsehprogramme zuzugreifen. Denn, wer im Urlaub oder im Ausland wohnhaft ist und deutsches TV sehen will, wird sich schnell ärgern, dass viele Inhalte der Mediatheken von ZDF, ARD oder der RTL-Gruppe und auch Sky-Go per Geo-Blocking gesperrt werden. Statt des gewünschten Spielfilms bekommt man daher oft nur eine Fehlermeldung zu sehen.

In der Regel sind vor allem ausländische Fernsehproduktionen oder Sportsendungen von dieser geographischen IP-Sperre betroffen, weil die deutschen Sender keine internationalen Ausstrahlungsrechte besitzen. Doch zum Glück lässt sich diese Sperre auf recht einfache Weise umgehen - und zwar sowohl mit einem Windows-Notebook als auch mit einem Android- oder iOS-Tablet.

Die Lösung heißt VPN. Ein VPN oder Virtual Private Network ermöglicht es dem Kunden, eine sichere Verbindung zu einem anderen Netzwerk über das Internet zu erstellen. VPNs können verwendet werden, um auf Region-beschränkte (Geo-Blocking) Webseiten zuzugreifen, schützt  die Browsing-Aktivitäten des Nutzers vor neugierigen Augen auf öffentlichen Wi-Fi und vieles mehr. Dadurch ist Ihre eigentliche IP-Adresse weder für Ihren Internet-Anbieter noch für die Webseite, die Sie ansurfen, ersichtlich. Sie surfen also absolut anonym und verwischen wirksam Ihre Spuren.

Verwenden Sie beispielsweise den sehr empfehlenswerten VPN-Service des in Panama ansässigen Anbieters NordVPN, können Sie beim Start des Tools ein Wunschland auswählen von dem aus Sie
unterwegs sein möchten. Sie wählen dann beispielsweise Germany aus, wenn Sie vom Ausland aus auf deutsche Mediatheken zugreifen möchten

Ansonsten können Sie, wenn Sie Spielfilme in der Originalsprache sehen möchten und Kunde des Streaming-Dienstes Netflix sind, auch von Deutschland aus auf das amerikanische Netflix-Angebot zugreifen. Trotz Pressemeldungen über entsprechende Gegenmaßnahmen seitens dieses Streaming-Anbieters funktionierte US-Netflix über NordVPN von Deutschland aus immer einwandfrei.

Oft haben Sie dann aber auch noch das Problem, dass viele Sendungen erst zeitversetzt in den Mediatheken landen. Wer unbedingt Live-Programme verfolgen will, benötigt zum VPN noch einen Streaming-Anbieter wie Zattoo. Dann können Sie zumindest die Öffentlich-Rechtlichen zeitgleich zum Inland verfolgen. Für die Sendungen von Privatsendern wie RTL oder Pro7 oder Sat1 müssen Sie zusätzlich ein Abo bei Zattoo abschließen. Das kommt auf monatlich etwa 10 Euro. Dafür erhalten Sie immerhin alle Sendungen in HD-Qualität.

Es gibt auch die Möglichkeit, TV-Sendungen oder Filme aus P2P File-Sharing Netzwerken herunter zu laden und direkt auf dem Computer zu sehen – und danach auch ohne notwendige Internetverbindung zu gucken. Ein empfehlenswertes Abspielprogramm für diese Inhalte ist übrigens der VCL Video-Player weil er bereits von Haus aus die meisten Formate auch ohne Internetverbindung darstellt. Aber in allen Möglichkeiten kommen Sie an der VPN-Verbindung nicht vorbei. Diese ist notwendig um die IP-Adresse zu kaschieren.


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